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RSS-Feedreader für Linux

Seit geraumer Zeit benutze ich neben Windows auch Linux (im Moment Suse 9.0 Prof.) auf meinem Home-PC. In den letzten Monaten hat sich das Nutzungsverhältnis stark zugunsten von Linux verschoben. Das Redmonder Betriebssystem benutze ich nur noch für wenige Aufgaben, die sich mit Linux nicht (oder nicht komfortabel genug) erledigen lassen. Da meine Internetnutzung sich inzwischen zu mindestens 98% unter dem Zeichen des Pinguins abspielt, bin ich auf der Suche nach einem neuen Feedreader für RSS-Feeds.

Unter Windows habe ich eine Zeit lang den Feedreader genutzt. Dieser kostenlose RSS-Reader bietet die wichtigsten Grundfunktionen und ist einfach zu bedienen. Teilweise fehlt es jedoch noch an Stabilität und Funktionalität.

Für Benutzer, die nicht noch ein zusätzliches Programm einsetzen möchten, bietet sich eine Erweiterung für Browser oder Mailprogramm an. In meinem Firefox läuft z.B. das RSS Reader Panel.

RSS Reader Panel

Diese Extension erfüllt nur die grundlegendsten Ansprüche an einen RSS-Reader. Links zu den verschiedenen abonnierten RSS-Feeds werden als Bookmarks in einem speziellen Ordner abgelegt. Die Extension erscheint in der Firefox- / Mozilla-Sidebar und zeigt eines Liste der „abonnierten“ RSS-Feeds. In einem Fenster darunter werden die Schlagzeilen des ausgewählten Feeds dargestellt. Beim Überfahren mit der Maus erscheint ein Tooltip mit der Zusammenfassung des jeweiligen Beitrags. Der Beitrag kann dann durch Anklicken der Schlagzeile im Hauptfenster des Browsers geöffnet werden. Alternativ lassen sich auch die Artikelzusammenfassungen im Hauptfenster des Browsers darstellen.

RSS Reader Panel – andere Ansicht

Der Vorteil dieser Browser-Extension besteht darin, daß sie sich problemlos unter Windows und Linux einsetzen lässt. Voraussetzung ist natürlich ein Browser aus der Mozilla-/Firefox-Familie. Nachteilig sieht die Bilanz jedoch im Hinblick auf die Zeitersparnis und Usability des RSS-Reader-Panels aus. Es ist beispielsweise keine Benachrichtigung bei neuen Schlagzeilen vorgesehen. Die Feeds werden erst nach manuellem Befehl auf Updates überprüft. Die Anzeige der Beitragszusammenfassungen in einem Tooltip, d.h. einem bei Mausberührung eingeblendeten Fensterchen, nervt bereits nach kurzer Zeit. Man geht dazu über, direkt die Originalseite durch Anklicken der Schlagzeile zu öffnen, da auch der alternative Darstellungsmodus nicht wirklich übersichtlich ist. Damit geht der eigentliche Vorteil eines Newsreaders, nämlich die Möglichkeit, mit möglichst geringem Zeitaufwand viele verschiedene Informationsquellen zu nutzen, verloren. Alles in allem ist die RSS-Reader-Extension für Mozilla/Firefox also nur den Benutzern zu empfehlen, die eine kleine Zahl von RSS-Feeds lesen möchten und dafür kein eigenständiges Programm installieren wollen.

Unter Linux habe ich mir Liferea, das Unix-Pendant zu Feedreader, angesehen. Das Programm für GTK/Gnome bietet in etwa den gleichen Funktionsumfang wie sein Windows-Bruder, befindet sich aber ebenfalls noch in der Entwicklung. Obwohl erst bei Version 0.4.9 angelangt, stellt sich Liferea als brauchbares Programm dar, daß dem ersten Eindruck nach keine Stabilitätsprobleme aufweist.

Liferea

In der nächsten Zeit werde ich mir diesen RSS-Feedreader mal genauer anschauen und gegebenenfalls weitere Programme hier vorstellen.

Kategorie: Allgemein | Tags:
27.05.2004 - 22:16 |

WordPress im Einsatz

Das Thema „Weblog“ reizt mich schon seit einiger Zeit. Als Leser verfolge ich regelmäßig eine Reihe von Blogs aus dem gesamten Spektrum der Blogosphäre. Trotzdem konnte ich mich bisher nicht dazu durchringen mein eigenes Weblog in Angriff zu nehmen.
Weblog-Services wie Blogger, blogg.de u.a. sagen mir prinzipiell nicht besonders zu. Ich habe gerne die Kontrolle über den gesamten Veröffentlichungsprozess, d.h. auch „unter der Haube“ möchte ich alles nach meinen Vorstellungen einrichten können.
Schon aus diesem Grund erscheinen mir die zahlreiche verfügbaren Weblog-Skripte wesentlich sympathischer. Doch auch hier fällt die Entscheidung nicht leicht. Für meine ersten Gehversuche wählte ich Pivot. Das Blogging-System befand sich zu diesem Zeitpunkt allerdings noch in einem frühen Entwicklungsstadium und konnte mich nicht wirklich überzeugen. Teilweise unberechenbares Verhalten und hohes Frustrationspotential bei tiefergehenden Anpassungen liessen mich schnell Abstand nehmen.
Einige Zeit später fiel mein Blick auf das Werkzeug vieler Blogger – Movable Type. Eine erste Installation mit eigenem Template war innerhalb kurzer Zeit einsatzbereit. Ich schrieb meine ersten Posts und meine anfängliche Euphorie verflüchtigte sich nach und nach. Das System war zwar ausgereift und funktional – der Funke wollte jedoch nicht richtig überspringen. Zudem erschien mir das Template-System für meinen Einsatzzweck zu kompliziert. Das Erscheinungsbild der Website muss hier in mehreren einzelnen Templates festgelegt werden. Eine Änderung des Layouts macht es daher häufig erforderlich, mehrere Dateien einzeln zu bearbeiten.
Einige Wochen später wurde ich auf WordPress aufmerksam. Die Admin-Oberfläche gefiel auf Anhieb. Klare Linien, übersichtliche Menüs ohne grafischen Schnick-schnack. Die Installation gelang problemlos und bei auftauchenden Problemen steht eine rege Community mit Rat und Code zur Verfügung. Im Vergleich mit z.B. Movable Type fehlt es zwar sicherlich in manchen Bereichen noch an Funktionalität und Ausgereiftheit. Trotzdem ist WP in jetzt verfügbaren Version 1.2 bereits ein beachtliches Weblog-System, dass die meisten Ansprüche befriedigen kann. Zudem ist es über Plugins erweiterbar und dem interessierten Blogger stehen viele Hacks zur Verfügung, mit denen er das System seinen Wünschen anpassen kann.
Ich jedenfalls habe mit WordPress das Werkzeug meiner Wahl gefunden und werde in Zukunft wohl auch aktiv an der Bloggerszene teilnehmen.

Kategorie: Allgemein | Tags:
24.05.2004 - 20:49 |