Kaffeepad-Patent
„Aus patentrechtlichen Gründen werden unsere Kaffeepads zur Zeit nicht für die Verwendung in Kaffeepadmaschinen der Marke Philips/Senseo angeboten.“
Diesen Text habe ich heute erstmals auf einer Packung Kaffeepads von „Jacobs Caffe Crema“ entdeckt. Irgendwie seltsam: Die Senseo-Maschinen sind ja schon eine ganze Zeit auf dem Markt und Kaffepads von alternativen Herstellern gibt es auch nicht erst seit gestern.
Warum sollen gerade jetzt Patentansprüche von Seiten Philips/Senseo durchgesetzt werden? Könnte natürlich damit zusammenhängen, daß in der Anfangsphase die (meist günstigeren) Kaffeepads anderer Hersteller stark zur Verbreitung des Systems beigetragen haben. Jetzt sind in sehr vielen Haushalten die entsprechenden Maschinen vorhanden und Philips/Senseo/Douwe Egberts/whoever möchte die satten Gewinne beim Padverkauf alleine abschöpfen.
Andererseits wäre es natürlich auch möglich, daß Jacobs & Co. keine Lust mehr haben, Lizenzgebühren an Philips zu entrichten, und daher nicht mehr mit der Marke Senseo werben dürfen.
Mich verwundert, daß nicht gegen die Hersteller anderer Pad-Kaffeemaschinen vorgegangen wird. Ich hätte eher im Gerätebereich patentrechtliche Streitigkeiten erwartet. Ein Patent auf etwas Kaffee in einer zusammengepressten Filtertüte? Ich weiß nicht…
Die Aufkleberaktion und deren juristischer Hintergrund erscheinen doch recht belustigend. Jacobs Kaffee-Pads werden selbstverständlich nicht für den Gebrauch in Senseo-Maschinen angeboten. Neeeeiiiiiin, natürlich nicht!
Ich schätze einfach mal, daß etwa 90% der Käufer von „Caffe Crema“-Pads diese dann in einer Senseo-Maschine einsetzen. Aber Jacobs kann ja nichts dafür. Zufälligerweise passen deren Pads halt auch in die Philips-Geräte. Wenn der Kunde das Jacobs-Produkt dann nicht bestimmungsgemäß verwendet…
Nachtrag (05.06.2006):
Siehe Nachtrag zu diesem Beitrag.



Kommentare RSS
Trackbacks