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Treffen mit Tut

Die Ausstellung „Tutanchamun – Das goldene Jenseits“ ist vom 4. November 2004 bis zum 1. Mai 2005 in der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland in Bonn zu sehen. Auf ca. 1000 qm werden insgesamt 50 Funde aus der Grabkammer des Tutanchamun sowie 70 weitere Stücke aus der 18. Dynastie präsentiert.
Am Samstag habe ich die Ausstellung besucht und nehme mein Fazit des Besuchs hier schon einmal vorweg: Es lohnt sich!

Um Wartezeiten möglichst zu vermeiden, ist es sehr sinnvoll, sich die Eintrittskarten im Vorverkauf zu sichern. Auf den Karten ist der Einlasstermin und ein Zeitfenster vermerkt, d.h. man kommt auch tatsächlich zu dem hier angegebenen Zeitpunkt in die Ausstellung. Alle 30 Minuten werden ca. 300 Leute in die Ausstellungsräume gelassen. Nachdem man Taschen und Jacken an der (kostenlosen) Garderobe abgegeben und die Metalldetektoren am Eingang überwunden hat, kann der Rundgang beginnen.

Die Exponate sind zum größten Teil in klimatisierten Sicherheitsglas-Vitrinen untergebracht. Zu jedem Stück gibt es einen kurzen beschreibenden Text und zusätzlich werden Zusammenhänge und Hintergrundinformationen auf einigen Schautafeln dargestellt, die man im Verlauf des Rundgangs erreicht. Gegen Gebühr kann man im Museum ein kleines Gerät für die Audio-Führung leihen. Jeder Vitrine ist dabei eine Kennziffer zugeordnet, die man in das Gerät eintippt und so über eine Art Telefonhörer Erläuterungen zu den einzelnen Exponaten erhält.

In den leicht abgedunkelten Ausstellungsräumen präsentieren sich die einzelnen Stücke in effektvoller Beleuchtung. Ein faszinierender Anblick: Unglaublich kunstfertig und mit großem handwerklichen Geschick wurden die verschiedenen Holz- und Elfenbeinschnitzereien, Goldschmiede- und Steinmetzarbeiten ausgeführt. Unvorstellbar erscheint es, daß diese kleinen Kunstwerke bereits vor über drei Jahrtausenden entstanden sind. Man erhält einen vagen Eindruck der kulturellen Leistung des Nilvolkes.
Zu den Höhepunkten der Ausstellung zählen sicherlich der Eingeweidesarg und das Diadem Tutanchamuns. Feinste Goldschmiedekunst mit Edelsteinbesatz und Glaseinlagen. Jedes einzelne Exponat besitzt seinen eigenen Charme und bietet viele Details, die es zu entdecken gilt.

Insgesamt eine wirklich sehenswerte Ausstellung in der die Zeit wie im Fluge vergeht. Ein Besuch ist jedem zu empfehlen, der archäologisch interessiert, kunstbegeistert oder einfach nur neugierig ist.
Bei meinem Besuch am Samstag ergab sich nur ein kleiner Kritikpunkt: es war zu voll! Bestimmte Vitrinen waren nur nach längerer Wartezeit zu erreichen und der Rundgang wurde zusehends zum Slalomlauf. Wochenenden und Feiertage sind daher wahrscheinlich nicht der ideale Zeitpunkt für einen Besuch in der Kunst- und Ausstellungshalle.

Preise im Vorverkauf: Tageskarte 14 Euro (9 Euro ermäßigt), Familienkarte 19 Euro

Dem auswärtigen Besucher sei im Anschluß an seinen Besuch der Tutanchamun-Ausstellung noch das Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland ans Herz gelegt. Nur einige Schritte von der KAH entfernt bietet das Haus einen kurzweiligen und informativen Überblick über die deutsche Geschichte ab 1945 bis heute. Wechselausstellungen ergänzen das umfangreiche Angebot der Dauerausstellung auf über 4000qm. Sollte man gesehen haben…

Kategorie: Allgemein | Tags:
14.11.2004 - 18:26 |

 

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