Mozilla: Das Ende der Idylle !??
Natürlich ist auch der Firefox nicht vor sämtlichen Gefahren der großen weiten Netzwelt gefeit. Wenig sinnvoll ist es also, sich als Mozilla/Firefox-Benutzer entspannt zurückzulehnen, und alle Internet Explorer-Geschädigten mitleidig zu belächeln. Zu Recht weist heise-online im Newsticker und in einem Kommentar darauf hin, daß die Mozilla-Browser, auch ihre Schwachpunkte besitzen. Genannt wird hier vor allem das Erweiterungs-System, über welches Schädlinge auf dem Rechner des Benutzers installiert werden können. Der Autor bemängelt eine noch ungenügende Absicherung des Erweiterungs-Managements und fordert hier schnelle Reaktionen der Mozilla-Entwickler.
Sicherlich können und müssen die Mozilla-/Firefox-Browser auch unter Sicherheitsaspekten noch verbessert werden. Inzwischen sind die Browser der Mozilla-Familie offenbar auch für die Autoren von Schädlingsprogrammen interessant geworden, obwohl bisher immer die, im Vergleich zum IE, geringere Verbreitung dafür gesorgt hat, daß der User weitgehend verschont wurde.
Allein die Benutzung eines dieser Browser sorgt nicht für eine absolute Sicherheit des Anwenders vor Schädlingen aus dem Internet. Vor diesem Hintergrund ist es sinnvoll darauf hinzuweisen, daß „untergejubelte Browser-Plug-ins und Erweiterungen [...] auch Mozilla unter Umständen offen wie ein Scheunentor“ machen, „wenn der Anwender zu vertrauenselig ist.“
Dieser Satz zeigt aber gerade die schwerwiegendste Sicherheitslücke vieler Programme auf: den Anwender. Ein gewisses Mass an Verantwortlichkeit im Umgang mit dem Medium Internet muss man einfach voraussetzen können. So ähnlich sieht das auch Jürgen Schmidt, Autor des heise-Security-Kommentar:
„Doch auch mit diesen Funktionen (Anm. d. Red.: zus. Sicherheitsfunktionen) kann der Wechsel des Browsers die wichtigste Sicherheitsmaßnahme nicht ersetzen: gesundes Mißtrauen gegenüber allem, was aus dem Netz kommt. Wer auf alles klickt, was ihm irgendwo unterkommt, wird sich früher oder später einen Schädling einhandeln — egal welchen Browser oder welches Betriebssystem er nutzt.“
Nicht nur meiner Meinung nach fehlt dem Artikel allerdings ein Hinweis darauf, daß der Anwender mit einer geeigneten Konfiguration seines Mozilla/Firefox schon selbst einige Risiken minimieren kann. Siehe dazu auch raben.horst.
(via raben.horst)

